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Landratsamt rät: Hunde an die Leine!Frühlingszeit ist Brut- und Setzzeit (lra) Die Natur hat zur Frühlingszeit ihren besonderen Reiz. Neben Erholungssuchenden, Wanderern und Sportlern sind jetzt auch Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Freunden gerne in der freien Landschaft unterwegs. Die Naturschutzbehörde des Landratsamtes Rastatt weist deshalb darauf hin, dass zwischen Anfang April und Mitte Juli für freilebende Tiere die wichtige Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit ist. Besonders boden- und heckenbrütende Vögel, aber auch generell Jungtiere freilebender Tierarten und deren Elterntiere reagieren jetzt besonders empfindlich auf Störungen. Die Naturschutzexperten erklären, dass Vögel und andere Tiere von Natur aus Hunde als Feinde betrachten, und versuchen vor ihnen zu flüchten, wobei sie nicht zwischen braven und schlecht erzogenen Hunden unterscheiden können. Durch Störungen können zum Beispiel Vögel weniger fressen und weniger Futter für die Jungvögel eintragen. Die Flucht koste sie noch zusätzliche Energie. Scheuche ein nicht angeleinter Hund einen brütenden Vogel auf, kühle dessen Gelege aus und die Elternvögel können ihre Eier nicht mehr vor Nesträubern schützen. Der Bruterfolg sei gefährdet. Wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes weiter heißt, sind heutzutage Jung- und Elterntiere vielfältigen Störungen durch Freizeitnutzung, Landwirtschaft, Straßen und Verkehr sowie durch freistöbernde Hunde ausgesetzt. Diese Störungen würden ihre Überlebenschancen stark einschränken und ihren Fortpflanzungserfolg gefährden. Das Landratsamt stellt fest, dass viele Vogel- und Tierarten, die früher weit verbreitet waren, mittlerweile in ihrem Bestand gefährdet sind. Ein Beispiel ist der inzwischen sehr seltene Große Brachvogel, der als Wiesenbewohner auf dem Boden brütet. Aber auch Braunkehlchen, Feldlerche, der selten gewordene Kiebitz und die mittlerweile gefährdete Bekassine zählen dazu. Ähnlich sieht es mit den stark rückgängigen Feldhasen und ihrem Nachwuchs aus, auch Rehe verlieren immer wieder ihre Kitze durch störende Einflüsse. Die Behörde appelliert deshalb an Frischluftsportler und Hundebesitzer, freilebende Tiere, die ihren Nachwuchs aufziehen, nicht zu stören. Selbst wenn ein Hund gut erzogen sei, könne schon die Duftspur einer Maus
Eine bodenbrütende Bekassine, auch als Schnepfe bekannt, die mittlerweile zu den gefährdeten Zugvögeln in Baden-Württemberg zählt. |
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